Der Thron der Gerechtigkeit
Guy Clémart
DER THRON DER GERECHTIGKEIT
Nach der Ernüchterung des Ersten Weltkriegs wagte die Menschheit wieder zu träumen. Von der einen großen Weltgemeinschaft und von dauerhaftem Frieden. Im Friedenspalast in Den Haag wagte man ein mutiges Experiment: einen Internationalen Gerichtshof. Von nun an sollten Streitigkeiten nicht mehr mit dem Schwert, sondern mit der Feder beigelegt werden.
Doch schon bald stießen die Richter auf eine widerborstige Realität. Auf Vorbehalte einer zynischen Außenwelt. Die Kränkung durch die Mächte. Das politische Geplänkel der Parteien. Untereinander Spannungen setzten den jungen Gerichtshof zusätzlich unter Druck. Die elf Richter aus aller Welt erlebten es zu ihrem Entsetzen. Sie standen Welten voneinander entfernt. In Sprache, Kultur und Rechtsauffassung.
Der Thron der Gerechtigkeit ist ein fesselnder Roman über die bewegten Anfangsjahre der internationalen Justiz. Jahre hoher Erwartungen und schmerzlicher Enttäuschung. An der Schnittstelle von Recht und Moral. Der Roman folgt den Richtern als Juristen und als Menschen. In ihren beruflichen Zweifeln und persönlichen Dilemmata. Ihrer intellektuellen Brillanz und menschlichen Schwächen. Bis alle Spannung in der Wahl eines neuen Präsidenten ihren Höhepunkt erreicht…
Fesselnd, eindringlich und hochaktuell stellt Der Thron der
Gerechtigkeit die alte Frage, die uns alle im Moment so beschäftigt: Kann der Rechtsstaat jemals über die Macht siegen - und die
Gerechtigkeit wirklich den Lauf der Welt bestimmen?
322 Seiten